Mir geht es ja finanziell besser als am Anfang des Monats, aber jetzt kommt die Phase der Klausuren, und davor gab es sau viele Tests. Die wollen hier mich ubringen ))))
Na ja, der Test gestern ist nicht so der Bombe gewesen. Habe mich auf komplett andere Dinge vorbereitet und natürlich kam in dem Test was unerwartetes. Nichtsdestotrotz habe ich nicht komplett alles vermasselt. Aber nach der Klausur habe ich dann doch noch alles gemacht und mir wurde dann auch klar, das alles einfach war, man musste es nur einmal gemacht haben. Na ja, wenn man nicht weiß, dass das dran kommt, dann ist es wie Pokern, also habe ich da wohl schlechte Karten gehabt.
An sich war der Monat jetzt nicht so Ereignisreich, da mein Führerschein unter anderem auch verschwunden war, konnte ich nicht ausgehen. Jetzt kann ich ja vielleicht einen internationalen Studierendenausweis beantragen und mit dem werde ich dann wieder "mobil" sein. Aber mit der Anzahl an Tests wäre es so wie so nicht möglich auszugehen. Muss aber jetzt daran arbeiten, dass ich wieder mehr Zeit außerhalb der Uni verbringe.
Habe hier mit erschrecken festgestellt, dass die Unis eigentlich alle privat sind. Das heißt die bekommen eine Unterstützung vom Staat, aber an sich ist diese sehr gering und deswegen bezahlen die Studierenden den Rest. Der Campus an sich gehört eine Corporation, die für die Entwicklung verantwortlich ist. Die haben exklusive Rechte an Pepsi verkauft. Deswegen ist es eine Pepsi university, nur solche Produkte und Fastfood auf dem Campus, keine Mensa. Schrecklich, und die Preise sind auch nicht die besten. Wenn man zu McDonalds will, dann muss man schon so 25 Minuten laufen, oder 10 min. mit dem Fahrrad. Also vermisse ich McDonalds irgendwie schon.
Meine Endprüfungen sind alle am Ende des Prüfungszeitraumes, die letzte am 22. Dezember, 7 Uhr abends. Einfach nur bescheuert, aber vielleicht wird uns der Prof dann Weihnachtsgeschenke geben, weiß ich noch nicht :) Die Kurse an sich sind hier auch interessant und viel mehr praktisch orientiert als in Deutschland. Ich habe hier in einem Projekt so etwas wie ein kleines E Commerce System gebaut, wo ich in Deutschland nie so viel damit zu tun hätte. Auf jeden Fall eine Menge Erfahrungen gesammelt.
Die Wohnheime für Studierende sind hier nicht schlecht, aber sehr sehr teuer. Man muss im Monat so um die 800$ hinblättern, um da wohnen zu dürfen und das Bad mit 40 anderen Leuten zu teilen, finde ich etwas dreist... Die Lage ist aber perfekt, man muss weniger als 5 Minuten investieren um zu den Vorlesungsräumen zu kommen. Na ja, da es aber keine Mensa gibt, muss man einen Mealplan erwerben. Das kostet dann zwischen 3000 und 4500$ pro Semester zusätzlich. Das Geld wird dann auf den Studierendenausweis aufgeladen und verfällt nach 8 Monaten. Einfach nur bescheuert. Die Uni ist hier ein Business. Und das ist etwas erschreckend, die wenigsten machen hier einen Master, weil man mit dem Bachelor den Job leichter findet (die Arbeitgeber müssen weniger bezahlen und haben fast die selben Leistungen von dem Arbeitnehmer). Also ist es wie ein Betrieb zur Produktion von Arbeitskräften. Das wovor wie uns in Deutschland so fürchten. Ist aber nicht so schlecht am Ende, denn die Kommunikation zwischen Arbeitgeber und Uni auf einem anderen Level ist und viel mehr Absolventen viel schneller eine Arbeitsplatz kriegen (na klar, wenn man Kunst studiert hat, wird es schwierig, aber Informatiker und Naturwissenschaften haben zum Beispiel keine Problem).
Wenn meine Ferien dann anfangen werden ich etwas mehr berichten, jetzt muss ich aber wieder an die Uniarbeit heran....
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