Hey hey. =)
Ich habe es geschafft diese Woche in die Amerikanische Botschaft zu gehen und ein Visum zu beantragen. Natürlich habe ich schon im Voraus einige Formulare ausgefüllt und einige Vorbereitungen getroffen, aber mein Interview war dann am 26. Januar geplant. Oh du meine Güte, da habe ich schon wieder einiges lustiger gemacht, als es nötig ist.
Mein Termin war dann um 8 Uhr morgens, damit ich da rechtzeitig bin, musste ich um 5:30 aufstehen. Das war richtig hart. Ich bin schon lange nicht mehr so früh aufgestanden, aber ich muss zugeben, es ist schon angenehm, wenn es gerade so um 13 oder 14 Uhr ist und man hat schon einiges geschafft. Also um 5:30, und los los zu den Bussen und der U Bahn, die zum Glück alle pünktlich waren. Es waren ganz schon viele Leute schon wach um diese Zeit.
Dank den öffentlichen Verkehrsmitteln war ich um 7:30 vor der Botschaft. Was wurde mir dann mitgeteilt: "Wir machen um 8 auf, sie können in einem Café warten, wenn sie möchten. Hm, was mache ich dann, ich töte die Halbe Stunden in einem Tim Hortons (ist so was wie kanadisches "Starbucks"). Und dann um 8 war ich Nummer 12 oder so in der Schlange. Na macht ja nichts. Alles wäre schön, aber ich habe dann festgestellt, die Leute halten so komische Ausdrucke in ihren Händen mit einem Barcode darauf. Oh neeeein, ich habe meine eMail Bestätigung des Termins vergessen... Und das Geld gibt es nicht zurück, wenn man seinen Interviewtermin verpasst hat. Oh oh, Zeit zum Panikmachen. Slava hat die Augen wie zwei Euro Münzen und oh Wunder. Nicht weit entfernt von der Botschaft (nur 10 Minuten rennen) ist ein FedEx Shop. So renne ich hin in der Hoffnung, die haben so früh auf, und ja, ich habe es sogar geschafft alles auszudrucken und nur 2,5$ zu bezahlen, ich sehe das als Schnäppchen ein =)
So nun 9:30 Uhr, ich bin vor der Tür wieder. Die Schlange wurde etwas kürzer. Zum Glück haben die mich noch rein gelassen. Na dann schnell zum Schalter und die Papiere abgeben. Wenn das alles wäre. So stellte sich heraus, mein Schatten auf dem Foto ist zu groß und zu dunkel... Hm, was tun? In dem Gebäude war aber ein Fotoautomat, also nichts wie hin. Für 5$ habe ich nun 4 Fotos bekommen und das nur in 5 Minuten, wenn man bedenkt, dass die Leute in der Botschaft keine andere Wahl haben, als nur so ein Automat, dann scheint es ein fairer Preis zu sein.. So, Versuch Nummer zwei... Jetzt klappt alles, ich bekomme ein Nummer und darf warten.
10 Minuten später sehe ich meine Nummer auf dem Monitor, bitte zum Schalter so und so gehen. Cool, eine ganz nette Mitarbeiterin bittet mich meine Handfläche (eigentlich nur die Finger) auf den Scanner zu legen. (Von jedem werden diese Abdrucke genommen, ich habe nichts dagegen, ist eigentlich für meine eigene Sicherheit). Es war aber ziemlich kalt draußen und ich habe meine Handschuhe vergessen, also war meine Haut ziemlich trocken. Der erste Versuch.... Gat keine Abdrucke auf ihrem Monitor. Hm, nehmen sie etwas von dem Hand Sanitizer bitte. Ok, ich reibe diese nach Alkohol und etwas anderem riechende Flüssigkeit in meine Haut. Der zweite Versuch, und schon wieder nichts. Hm, vielleicht bin ich Men in Black und besitze gar keine? Wäre schön, aber nichts da. Die Frau bittet mich die Finger fester an die Oberfläche zu drücken, vielleicht hilft das, und dabei lächelt sie etwas verlegen mir entgegen. Na gut, was bleibt mir übrig, ich presse die Hand entgegen --> Ergebnis, der dritte Versuch ist auch vermasselt, ich habe die Abdrücke unscharf gemacht. Oh, guuut, ich habe doch welche. Na dann, nach dem vierten Versuch klappt es dann (diese Versuche musste ich mit etwas mehr Erfahrung und Erfolg mit der anderen Hand und den Daumen wiederholen...) Endlich ist es erledigt, ich darf nun auf mein Interview warten.
Alle sind sehr sehr nett und entspannt, es war eine Angenehme Atmosphäre, aber was soll man in der US Botschaft in Kanada erwarten, diese Länder sind sehr freundlich zu einander. Und 15 Minuten später ist meine Nummer schon wieder auf dem Monitor. Jey, mein Interview. Alles ganz ruhig, er fragt mich ob ich Verwandten in den USA habe. Ich sage natürlich nein... Ups, als ich meine Formulare ausfüllte, da erinnerte ich mich, dass ich weite Verwandten doch habe. Und das ist während des Interviews mir entgangen. Oh, dachte ich mir, so wird man seine Chancen wesentlich schlechter machen, aber zum Glück der Mitarbeiter war verständnisvoll und hatte das nicht so streng gesehen, ich habe auch die Situation geschildert. Dann fragt er mich nebenbei, ob ich nach dem Jahr in Kanada zurück nach Russland gehe. Und ich antworte, oh nein, ich wohne in Deutschland. Tja, woher kann er das wissen? Aber er hat einen russischen Pass auf der Hand und einen jungen der etwas behauptet. Schön, da musste ich dann erklären, dass etwas länger dauert, bis man die deutsche Staatsangehörigkeit bekommt. Na ja, nicht so glaubwürdig. Irgendwo in der Botschaft fanden die einen Mitarbeiter, er hatte Verwandschaft in Deutschland und kann gut deutsch sprechen. Das war mein Segen, so hatte ich ihm nach 5 Minuten alles erklärt, wie ich mich hier Finanziere, was ich hier mache und wo ich in Deutschland bleibe. Das Zauberwort war dann BAföG.
Und vuala, ich habe mein Visum! Juhu, ich habe auch schon die Tickets bestellt. Am 19. Februar am Abend geht es los. Ich weiß nicht, ob ich genug Zeit gaben werde um Abends da was zu schreiben, aber Fotos möchte ich so viele wie möglich machen :)
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